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Orgelsanierung: Mehr als nur 3828 Pfeifen putzen

Auf dem letzten Loch pfeift bald die weltberühmte Walcker-Orgel der Sinziger St. Peter-Kirche. Das hat allerdings ausschließlich positive Gründe. Denn nun hat die Sanierung des hochkomplexen Musikinstruments aus dem Jahr 1972 begonnen.

Notwendige Sanierung der Walker Orgel in St. Peter Sinzig hat begonnen

Nach der Expertise von Orgelbauer Markus Bendel der Bonner Firma Klais im vergangenen Sommer war klar: Es wird ein gutes Stück Arbeit, da die Orgel mit ihren 3828 Pfeifen und diversen Effektregistern wie etwa den spanischen Horizontal-Trompeten, der Klangharfe, dem Xylofon, Röhrenglocken und rasselnden Psaltern nach 45 Jahren im Betrieb nicht mehr den heutigen Vorschriften entspricht. Zudem barg sie ein hohes Brandrisiko und hatte schon einige Funktionsstörungen.

Ans Werk gehen jetzt Orgelbauer Thomas Kötscherau und die Auszubildende der Firma Klais, Judith Macherey. Letztere hatte ihre Ausbildung dort begonnen, weil sie nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Denkmalpflege in dem Betrieb „das Orgeln einfach nicht mehr sein lassen konnte“, wie sie begeistert erzählt.

„Insbesondere durch den Umstand, dass auf Wunsch des ehemaligen, inzwischen verstorbenen Organisten Peter Bares, das Instrument immer mehr erweitert wurde, ist es im Korpus sehr eng geworden“, erläutert Kötscherau. Das Potenzial der Sinziger Walcker-Orgel führt Kurt Heuser, zweiter Vorsitzender des Pfarrverwaltungsrates von St. Peter plastisch vor Augen: „Würde jede Pfeife hintereinander jeweils eine Sekunde lang geblasen, wäre die Orgel eineinhalb Stunden lang beschäftigt.“

Nun wird das gute Stück in sämtliche Einzelteile zerlegt, die vor Ort gesäubert und bei Bedarf repariert werden müssen. Einige Arbeiten werden auch bei der Firma in Bonn selbst durchgeführt.

Der Spieltisch ist schon abgebaut, sodass Organist Teofanes Gonzales Palenzuela nun nicht wie bisher 46 Register bespielen kann, sondern nur noch vier der kleinen Truhenorgel vor dem Altarraum, um so die Gottesdienste zu begleiten. Drei Monate werden Kötschauer und Judith Macherey täglich von morgens 7 bis abends 19 Uhr zugange sein, um die Orgel technisch auf den allerneuesten Stand zu bringen.

Das bedeutet auch, dass durch eine hochmoderne Setzeranlage sämtliche Register abgespeichert werden können, was für den Organisten komfortabel ist. Bisher wurden die Register einzeln durch pneumatische Apparate gesteuert, was das Instrument anfällig und unzuverlässig machte. Nun soll eine Magnetschaltung diese Steuerung ersetzen. Auch werden die alten Blasebälge neu beledert, und um mehr Platz für Wartungsarbeiten zu haben, einige der Pfeifen in zwei Orgelkästen rechts und links des Hauptgehäuses ausgelagert. „Das ursprüngliche denkmalgeschützte Eichenholzgehäuse aus dem Jahr 1860 ist nicht für das enorm angewachsene Innenleben konzipiert“, konstatiert Kötschauer. Die Elektrik und Elektronik werden komplett erneuert.

350.000 Euro hat die Kirchengemeinde für die Sanierung zu stemmen. Dies versucht sie auch durch die Aktion Pfeifenpatenschaften. Jede der fast 4000 Pfeifen – von der kleinsten bis zur großen Prospektpfeife kann erworben werden. Die Preise staffeln sich von 20, 50, 100, 200, 500 bis 1000 Euro. „Wir rechnen damit, dass die Orgel dann zu Weihnachten wieder spielbereit ist“, sagt Kurt Heuser.

Nicht versäumen möchte Heuser auch, auf den Kirmesstand der Pfarrgemeinde St. Peter zu verweisen, an dem nicht nur das gute „Heilige Bier“ für den guten Zweck verkauft wird. Hier können sich Interessierte auch für Baustellenführungen an der Orgel anmelden oder direkt Pfeifenpate werden. Das funktioniert allerdings auch übers Pfarrbüro unter der Telefonnummer 02642/977 10.

Rhein-Zeitung, Bericht Judith Schumacher


Dringende Sanierung der Orgel in Sinziger Pfarrkirche

Rund 350.000 Euro müssen von der Kirchengemeinde aufgebracht werden – Pfeifenpaten gesucht!

Pressetermin über die notwendige Sanierung der Walker Orgel in St. Peter Sinzig

SINZIG. DG. Die Orgel ist als „Königsinstrument“ das Herzstück aller feierlichen Gottesdienste. Die jetzige Orgel wurde 1972 von der Orgelbauwerkstatt Walker aus Ludwigsburg in das historische Orgelgehäuse der Vorgängerorgel aus dem Jahr 1880 eingebaut.
Nach nunmehr 45 Jahren ist eine komplette Sanierung der weithin bekannten Walker-Orgel in der katholischen Pfarrkirche Sankt Peter unumgänglich geworden. Für vergangenen Freitag hatte die Kirchengemeinde zu einer ersten Vorstellung des Projektes vor Ort nach Sankt Peter eingeladen. Die umfassenden Sanierungsarbeiten sollen von der renommierten auch international tätigen Orgelbaufirma Klais aus Bonn ausgeführt werden. Kurt Heuser vom Verwaltungsrat der Kirchengemeinde begrüßte die Anwesenden. Mit von der Partie waren noch Reiner Friedsam von der Sinziger Werbeagentur Friedsam, die das Projekt und die damit in Verbindung stehenden geplanten Aktionen begleiten soll, sowie der Kantor von Sankt Peter, Teófanes Gonzales Palenzuela, der zur besseren Veranschaulichung zwischen durch mal einige Töne anspielte.

Umfassende Sanierungsarbeiten
Für die Firma Klais erläuterte Markus Bendel dann die geplanten Arbeiten. Hierbei zeigte er drei Problemkreise auf: Zum einen ist es die gründliche Reinigung des ganzen Innenlebens sowie die Ausbesserung oder Austausch beschädigter oder abgenutzter Teile. So sind zum Beispiel einige der Pfeifen krumm geworden und müssen wieder gerichtet werden. Eine Reinigung ist im Schnitt alle zwanzig Jahre fällig. Hauptursache ist Staub, der sich im Laufe der Zeit überall festsetzt und, falls er nicht entfernt wird, sowohl die Funktionsweise als auch den Klang mehr oder weniger stark beeinflussen kann.
Ein weiteres großes Problem ist die Elektronik. Hier kam es in letzter Zeit des Öfteren zu Funktionsstörungen bis hin zum Ausfall eines gesamten Manuals. Wie das heute häufig üblich ist, gibt es kaum noch entsprechende Ersatzteile auf dem Markt, so dass eine Reparatur des bestehenden Systems gar nicht möglich wäre. Schwerwiegender aber sind die sicherheitsrelevanten Aspekte, denn die ganze Installation entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Hier ist folglich eine komplette Erneuerung der gesamten elektrischen Anlage erforderlich, die, den jetzigen Möglichkeiten entsprechend, dann mit modernem BUS-System gefahren werden soll.
Und dann sind es die beengten Raumverhältnisse im Inneren des Gehäuses, die die Arbeiten erschweren. Die ursprüngliche Orgel hatte nur 28 Register, nach dem Umbau 1972 sind es jetzt 49. Für diese neue Konzeption und Disposition des Instrumentes zeichnete in erster Linie der damalige Kantor Peter Bares verantwortlich, der damit eine Ausrichtung auf neuere zeitgenössische Orgelmusik erreichen wollte und mit den Sinziger Orgelwochen damals dann auch weit über die Region hinaus bekannt wurde. Neben den üblichen Pfeifen wurden noch weitere Elemente wie Xylophon, Glocken oder eine Trompeteria zusätzlich verbaut, die zwangsläufig die Erreichbarkeit der einzelnen Teile weiter einschränken. Da der Platz im Gehäuse nicht erweiterbar ist, wird nun versucht, die Zugänge etwas zu verbessern. Um überhaupt ordnungsgemäß arbeiten zu können, wird ein Teil der Orgel komplett ausgebaut und auf der Empore gelagert, insgesamt also ein recht umfangreiches Unterfangen.
Wie Markus Bendel eindrucksvoll erläuterte, steckt in einem so großen Instrument eine Menge Technik. Damit überhaupt ein Ton entsteht, bedarf es Luft, dem so genannten Orgelwind. Vereinfacht ausgedrückt wird dieser durch ein elektrisches Gebläse erzeugt und an die betreffenden Register geleitet. Aber auch der Druck auf die jeweiligen Tasten wird durch einen elektrischen Impuls weitergeleitet und steuert die einzelnen Töne an. Alleine schon daraus ist unschwer erkennbar, dass gerade die Elektronik einen großen Anteil an den jetzigen Arbeiten einnimmt.

Pfeifenpatenschaften zur Finanzierung der Maßnahme
Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 350.000 Euro, die von der Kirchengemeinde aufgebracht werden müssen. Hierzu hat man sich etwas einfallen lassen: Unter dem Titel „3828 frische Töne – Pfeifenpatenschaft für St. Peter“ sucht man Spender für die Renovierung. Interessenten können auf der Internetseite www.orgel-sinzig.de nähere Informationen erhalten. Eine nette Idee, eine solche Patenschaft kann auch mal ein etwas anderes Weihnachtsgeschenk sein.
Daneben werden noch Zuschüsse aus Förderprogrammen angefragt. Noch vergangene Woche hat die UNESCO den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland zum Weltkulturerbe erhoben, worauf die Bundesregierung 5 Mio. an Fördergeldern zur Verfügung stellen will, die allerdings wegen der Probleme bei der Regierungsbildung derzeit noch auf Eis liegen. Bleibt zu hoffen, dass aus dem einen oder anderen Topf noch Zuschüsse fließen werden.
Um die Funktionsweise einer Orgel etwas zu veranschaulichen, wird die Firma Klais ein Orgelmodell in der Kirche aufstellen. Wer es ganz genau wissen will, wie man eine Orgel baut und wie sie funktioniert, kann sich unter www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/orgel.php5 ein Filmchen ansehen, in dem der ganze Ablauf detailliert erklärt wird.
Mit der Sanierung soll Mitte des nächsten Jahres begonnen werden, und wenn alles klappt, können die Weihnachtsgottesdienste 2018 bereits wieder von der dann „runderneuerten“ Orgel begleitet werden. Ganz verzichten muss man aber auf die Orgelbegleitung nicht. Hierfür gibt es ja noch die kleine Altarorgel, die klingt zwar nicht ganz so schön, aber als Behelf muss das für die Interimszeit ausreichen.
Artikel veröffentlicht am 13.12.2017 von Sinziger Stadtnachrichten 50 / 2017



Orgelmusik aus Sinzig hat ein neues Gesicht

Porträt Teófanes González Palenzuela ist der neue Kantor und Organist der Pfarreiengemeinschaft St. Peter

Von unserer Mitarbeiterin
Judith Schumacher


Schon als junge hat Palenzuela in seinem Geburtsort La Orotava auf Teneriffa als Schüler einer katholischen Salensianer-Schule auf einer Walcker-Orgel die Messen begleitet.

Sinzig. Die Pfarreiengemeinschaft St. Peter hat einen neuen Kantor und Organisten. Anfang September hat Teófanes González Palenzuela diese Stelle und damit die Nachfolge von Gerd Pitzen angetreten, der kürzlich nach 30 Jahren in dieser Position verabschiedet wurde. Besonders freut den 31-jährigen Palenzuela, dass er an der Walcker-Orgel spielen darf, die im Jahr 1972 die berühmte Orgelbaufirma nach den Plänen des verstorbenen innovativen Kirchenmusikers Peter Bares erbaut hat.

„Es gab auf den Kanarischen Inseln damals nur zwei dieser Orgeln: eine in meinem Heimatort und eine auf Gran Canaria.“ Palenzuela kennt die Walcker-Orgeln.

Denn schon als Junge hat Palenzuela in seinem Geburtsort La Orotava auf Teneriffa als Schüler einer katholischen Salensianer-Schule auf einer Walcker-Orgel die Messen begleitet. „Es gab auf den Kanarischen Inseln damals nur zwei dieser Orgeln: eine in meinem Heimatort und eine auf Gran Canaria“, sagt der junge Mann, der auf Teneriffa Musik auf Lehramt studierte, seinen Bachelor in Psychologie und Pädagogik und seinen Master in Psychologie abgelegt hat. Er studierte Cembalo und Orgel auf dem Musikkonservatorium auf Gran Canaria.
„Doch Kirchenmusik konnte ich nur in Deutschland studieren, deshalb kam ich 2012 nach Köln, um dort an der Musikhochschule meinen Bachelor und Master zu absolvieren“, sagt Teófanes González Palenzuela, für den die Kompositionen Johann Sebastian Bachs weit über allen anderen stehen, der aber auch die des Franzosen Olivier Messiaen sehr zu schätzen weiß. Nach mehreren Teilzeitstellen als Kirchenmusiker in den Pfarreien Worringen, Höhenhaus und Rodenkirchen hat Palenzuela nun in Sinzig seine erste Vollzeitstelle angetreten.
Eines liegt dem Musiker sehr am Herzen: In den Gefilden der Kirchenmusik ist Sinzig seit den großen Konzerten im Rahmen der Internationalen Studienwochen und den damit verbundenen zahlreichen Rundfunkübertragungen immer noch weltweit ein Begriff. „Es wäre schön, wenn ich hier einen Schwerpunkt meiner Arbeit legen könnte und der Stellenwert der Orgelmusik aus Sinzig wieder mehr Bedeutung erlangen würde“, sagt er. Nicht selten werde die Arbeit eines Kirchenmusikers weniger als Beruf, mehr als Dienstleistung wahrgenommen, weil er zu Anlässen wie Hochzeiten, Beerdigungen oder Taufen und bei den täglichen Messen spiele.
„Ich würde darüber hinaus jedoch gern Konzerte geben - nach denen, die jetzt im Advent stattfinden, könnte es ein weiteres möglicherweise schon in der Passionszeit mit dem Bariton Klaus Mertens geben“, so der neue Mann an der Orgel.
Für die kostspielige Sanierung der Walcker-Orgel in Höhe von rund 350 000 Euro sammelt die Kirchengemeinde zurzeit mit einer großen Spendenaktion Geld. Zur Finanzierung des Vorhabens suchen die 3828 Orgelpfeifen Paten. Von den großen Prospektpfeifen bis hin zur kleinsten Pfeife sind Spenden zwischen 20 und 1000 Euro möglich.
„Die Sanierung soll voraussichtlich im kommenden Sommer beginnen und bis zum Weihnachtsfest 2018 fertiggestellt sein, dann haben wir wirklich ein fantastisches Instrument“, freut sich Palenzuela, der sich in dem kleinstädtischen Sinzig sehr wohlfühlt. Auch ist ihm am weiteren Aufbau des Kirchenchors von St. Peter gelegen, der unter seiner Leitung jeden Mittwoch ab 19.30 Uhr im Saal des Pfarrheims von St. Peter zu Proben zusammenkommt. „Neue Mitglieder in allen Stimmlagen, besonders im Bass, im Alt und im Tenor, sind jederzeit willkommen“; lädt er ein. Aufgeschlossen sei er auch, wenn Musiker oder Sänger auf ihn zukämen, um mit ihm neue Ideen zu entwickeln.
An den drei Adventssonntagen wird sich der neue Organist Teófanes González Palenzuela der Pfarreiengemeinschaft Sinzig musikalisch vorstellen. Das erste Konzert am Sonntag, 3. Dezember, steht unter dem Thema „Ad te levavi - Zu dir erhebe ich meine Seele“. Auf dem Programm stehen Werke aus der „Goldenen Epoche“, der Renaissance und des Barock. Zu Gehör kommen Kompositionen spanischer Organisten wie Antonio de Cabezón, Correa de Arauxo sowie Juan Cabanilles.

Quelle: Rhein-Zeitung, 01.12.2017


Orgelkonzerte in St. Peter Sinzig

Werke aus der „Goldenen Epoche“ der Renaissance und des Barock


Eine Konzertreihe zum Advent mit Werken der Goldenen Epoche von Teófanes González in der Kirche St. Peter

An den drei Adventssonntagen wird sich der neue Organist Teófanes González Palenzuela der Pfarreiengemeinschaft Sinzig musikalisch vorstellen. Das erste Konzert am 03. Dezember steht unter dem Thema "Ad te levavi - Zu dir erhebe ich meine Seele". Auf dem Programm stehen Werke aus der „Goldenen Epoche“, der Renaissance und des Barock. Zu Gehör kommen Kompositionen spanischer Organisten wie Antonio de Cabezón, Correa de Arauxo sowie Juan Cabanilles.
Am 10. Dezember geht Teófanes González auf das Thema de zweiten Advent „Populus Sion – Volk von Sion“ ein und wird hierzu musikalisch-spanische Akzente bieten. Auch eigene Improvisationen sind von ihm zu den Themen geplant. Zum Abschluss der Konzertreihe am 3. Advent steht das Thema Gaudete – Freuet euch““ im Mittelpunkt.
Die Konzerte beginnen jeweils nach der Abendmesse um 19:15 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter in Sinzig setzen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die dringend erforderliche Orgelrenovierung wird gebeten.

 

 


Orgel von St. Peter muss saniert werden

Trio gestaltet am kommenden Sonntag ein Benefizkonzert in der Sinziger Pfarrkirche

Sinzig. Am kommenden Sonntag, 19. November, um 19 Uhr werden zwei Solisten der Sinziger Turmbläser, die Trompeter Stephan Pauly und Stefan Alfter ein Benefizkonzert zu Gunsten der Orgelsanierung in der Sinziger Pfarrkirche St. Peter gestalten. Begleitet werden sie dabei von dem renommierten Kantor und Organisten der St. Laurentiuskirche in Ahrweiler, Klaus-Dieter Holzberger.
Die drei Musiker wollen mit ihrem etwa einstündigen Konzert einen Beitrag dazu leisten, dass die dringend erforderliche Sanierung der weithin bekannten Walker Orgel im kommenden Jahr finanziell abgesichert und begonnen werden kann.
Klaus-Dieter Holzberger, Stefan Alfter und Stephan Pauly werden Kompositionen und viele bekannte Werke für Orgel und Trompete u.a. von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude (Lehrer Bachs), Johann Gottfried Walther, Giulio Caccini, Georg Friedrich Händel und weiteren Altmeistern zu Gehör bringen. Daneben wird der international tätige Organist Klaus-Dieter Holzberger an diesem Abend auch solistische Orgelwerke vortragen. Die drei Musiker verzichten auf jede Form von Gage und werden den Spendenerlös der Orgelrenovierung zuführen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.

Quelle: Rhein-Zeitung Ausgabe K, 18.11.2017


Bach und Buxtehude für die Orgel von St. Peter

Gut besuchtes Benefizkonzert zugunsten der Orgelsanierung


Benefizkonzert für die Orgel:
die Sinziger Turmbläser Stephan Pauly und Stefan Alfter gemeinsam mit dem renommierten Kantor und Organist Klaus-Dieter Holzberger.

Sinzig. Die weithin bekannte Orgel in der Pfarrkirche St. Peter muss dringend saniert werden. Wie Pastor Achim Thieser zu Beginn des Konzertes erläuterte, sollen die Arbeiten im kommenden Jahr durchgeführt werden und werden ca. ein halbes Jahr dauern. Ein in jeder Hinsicht gewaltiges Vorhaben, denn die Orgel umfasst beispielsweise 3282 Pfeifen.
„Viele Aktionen sind notwendig, um die benötigten Gelder in Höhe von ca. 350.000 Euro zusammen zu bekommen, damit dieses schöne Instrument sowohl für die Liturgie wie auch für solche Veranstaltungen wie dieses Konzert zusammenkommen“.

Hierzu sollen auch Pfeifenpatenschaften beitragen. Den Auftakt hierzu gestalteten zwei Solisten der Sinziger Turmbläser, Stephan Pauly und Stefan Alfter. Begleitet wurden sie dabei von dem renommiertem Kantor und Organisten der St. Laurentiuskirche in Ahrweiler, Klaus-Dieter Holzberger. Die drei Musiker brachten Kompositionen und bekannte Werke für Orgel und Trompete u.a. von Johann Sebastian Bach, Dietrich Buxtehude (Lehrer Bachs), Johann Gottfried Walther, Giulio Caccini, Georg Friedrich Händel und weiteren Altmeistern zu Gehör.

Daneben spielte der international tätige Organist Klaus-Dieter Holzberger auch solistische Orgelwerke von Hermann Schroeder. Großer Beifall erhielten die drei nach dem einstündigen Konzert. Stephan Pauly, der seit seiner Jugend auch auf der Orgel gespielt hat, hob vor dem Publikum in einem Apell die musikalische Notwendigkeit der Orgelrenovierung hervor und bat die Zuhörer, ihre Taschen umzudrehen für eine großzügige Spende. Belohnt wurde die Spendenbereitschaft mit einer abschließenden Konzertzugabe.

An den ersten drei Adventssonntagen folgt nun eine Konzertreihe mit der sich zugleich der neue Organist und Kantor der Pfarreiengemeinschaft, Teófanes González Palenzuela musikalisch vorstellen möchte. Auf dem Programm stehen dabei unter anderem Werke aus der „Goldenen Epoche“, der Renaissance und des Barock. Zu Gehör kommen Kompositionen spanischer Organisten wie Antonio de Cabezón, Correa de Arauxo sowie Juan Cabanilles. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, um eine Spende für die Orgelrenovierung wird gebeten.

Quelle: BLICK aktuell 22.11.2017